Wer hätte das gedacht!

Als wir 1971(!) unseren mittlerweile legendären "HYPEX-TRICHTER" entwickelt hatten und damit "on the road" gingen, gab es sowas wie eine "Beschallungsszene" in Deutschland noch gar nicht. Heute kaum vorstellbar. Gerade fingen die ersten Bands in Deutschland an, sich zu organisieren. In der Folge erschienen die ersten Fachblätter, wo Bands und Jahre später auch erste Beschallungs- und Dientleistungsunternehmen ihr erstes Forum fanden. Und wir waren von Anfang an mit unseren unverwechselbaren Innovationen dabei.
Anhand grundlegender Konstruktionsmerkmale des "HYPEX-TRICHTERS" lässt sich gut belegen, was sich bis heute wie ein roter Faden durch unsere Firmengeschichte zieht:
Die Entwicklung eines Soundsystems speziell auf deutsche und europäische Verhältnisse zugeschnitten, das höchste Audioansprüche erfüllt und darüber hinaus variable einsetzbar , vom "handling" her bequem, preislich attraktiv und pegelmässig extrem affektiv sein musste!
Variabilität erreichten wir dadurch, dass der Trichter des Systems in vier Einzelteile abnehmbar ist und das System dadurch in kleinen Locations gleichwohl wie in grossen Hallen einsetzbar ist. Das macht das ganze System auch sehr leicht transportierbar.
Preislich attraktiv wurden alle Produkte auch in der gesamten Folgezeit dadurch, dass wir von Anfang an unsere Firmenstruktur sehr "schlank" gehalten und diese Philosophie trotz mancher Verlockungen bis heute beibehalten haben!
Höchstmögliche Effektivität erreichen wir dadurch,dass das Gesamtsystem horngeladen ist. Warum horngeladen ?
Wir nehmen zur Kenntnis, dass ein Verstärker nur dann in der Lage ist, seine optimale Leistung an denLautsprecher abzugeben, wenn die Box dieselbe nominelle Impedanz, d.h Leistungsanpassung hat. Nun muss aber der Lautsprecher seinerseits die Leistung in Form von Schallleistungan die umgebene Luft weitergeben, was aber in Anbetracht des geringen Strahlungswiderstandes , den das Medium Luft einer normalen Kolbenmembran bietet, wenig effektiv ist. Um diesen Vorgang zu optimieren, braucht man einen geeigneten "Leistungsanpasser".
Ein solcher Transformator ist das Horn. etwas vereinfacht ausgedrückt: Ein akustischer Trafo!
Mit Hilfe von Hornkonstruktionen ist es also möglich, gezielt in allen Frequenzbereichen zum Teil dramatisch höhere Pegel zu erzeugen, als es jemals mit konventionellen Direktstrahlern möglich wäre.
Gleichzeitig - und das ist uns mindestens genauso wichtig - verbessern Hörner durch den erhöhten Strahlungswiderstand, den sie auf den jeweiligen Lautsprecher ausüben, in ganz entscheidendem Maße das Ein- und Ausschwingverhalten der Lautsprecher. D.h.: der Klang wird schneller und somit präziser.
Das konsequente Festhalten an den o.g. Vorgaben bewirkte u.a., dass viele "Modeerscheinungen" in der Lautsprecherentwicklung völlig spurlos an uns vorüber gegangen sind und dass wir in der Entwicklung der verschiedensten Systeme häufig in der Vorreiterrolle und so manches mal der Zeit auch einige Nasenlängen vorraus waren.
So waren schon Anfang der 1970er Jahre die von uns entwickelten 10"-Flundern in einer Koaxialhorn-Variante zu haben. Ständig weiterentwickelt sind sie auch heute noch gleichermassen aktuell. Einen weiteren mutigen Schritt in die Zukunft machten wir Mitte der 1980-er Jahre mit der Entwicklung der ersten rohrrahmengetragenen und somit auch flugfähigen Koaxialhörner MCH II. Erst vor Kurzem haben wir acht dieser Systeme in der Bestückung 2" / 15 " im "Silverado-Theatre" im Phanasialand installiert. Anfang der 2000-er kam dazu noch das "F3" dazu mit 2x15" / 2" im Stahlrahmen. Dieses System wurde erstmals auf der "MAYDAY" 2001 ( Westfalenhalle Dortmund ) und in weiteren Jahren mit grossem Erfolg eingesetzt. Im Laufe der Zeit ist auch unsere Familie der Basshörner stetig gewachsen, sodass die Palette heute in allen denkbaren Varianten von 10" bis 21" reicht.
Ganz im Sinne dieser Zukunftssicherheit war für uns auch der Einstieg in die Digitaltechnologie. Der ständige, nahe Kontakt zu unseren Kunden, die ungebrochene Innovationsfreude und der Spass an der Sache sind Garant dafür, dass sich das auch in Zukunft so weiterentwickelt. KHK